GEHEIMNISSE DER PARTNERWAHL

 

Schaltplan Natur - das Geheimnis der Partnerwahl

[aus "Ideen für Menschen" bzw. "Clickfish" - da gibt's noch jede Menge zu Flirtereien, Partnerwahl etc.pp.]

Das Single-Leben gefällt Ihnen nicht. Sie suchen einen Partner. Haben Sie sich schon einmal Gedanken gemacht, warum?

Es gibt viele Gründe: Vielleicht, weil man mit der Einsamkeit nicht klarkommt, am Wochenende immer allein rumhängen will. Vielleicht weil Clique und Eltern dauernd fragen und bohren? Vielleicht mag man nicht länger das fünfte Rad am Wagen spielen bei all den Pärchen im Bekanntenkreis? Vielleicht will man versorgt sein - seinem Expartner zeigen, dass man nicht auf ihn angewiesen ist?

Das sind sicher die falschen Gründe - trotzdem sind diese und ähnliche Motive häufig die Triebfeder zur Partnersuche. Aber wenn Sie innerlich noch nicht frei sind, dann sollten Sie abwarten. Erst mal die Vergangenheit bewältigen. Denn wer den neuen Partner mit dem alten vergleicht, diesen idealisiert oder auch verdammt, der ist nicht fähig, eine zufriedene Beziehung zu beginnen - egal mit welchem Partner.

Doch wenn Sie sich irgendwann innerlich wirklich frei fühlen und eine neue Beziehung suchen, dann sollten Sie sich ruhig mal Gedanken machen, wie dieser neue Partner eigentlich aussehen soll. Wäre er - wenn man ihn sich tatsächlich backen könnte - eher ein leckeres, bekömmliches, wenn auch äußerlich unscheinbares Vollkornbrot? Oder eher eine verlockend reich-verzierte Buttercremetorte, von der die ersten Bissen göttlich schmecken - aber das letzte Stück schwer im Magen liegt?

Und überlegen Sie auch, was Sie selbst eigentlich sind - eher der Typ Vollkornbrot oder eher Typ Buttercremetorte? Suchen Sie sich Ihr passendes Gegenstück. Denn die Ansprüche, die Sie selbst an den anderen stellen, müssen Sie auch bieten.

Wussten Sie schon, dass das Aussehen arg täuschen kann?
Merke: Wer einen Engel sucht und nur nach den Flügeln schaut,
könnte leicht eine Gans mit nach Hause tragen.

Die Geheimnisse unserer Partnerwahl 
Eine Gruppe von Naturwissenschaftlern, die Soziobiologen, untersucht seit über zwanzig Jahren die angeborenen Grundlagen unseres Verhaltens und behauptet: Alles ein Trick der Natur, um reichliche Nachkommenschaft zu sichern.

Offen für eine neue Beziehung?
Eine neue Beziehung kann nur dann gelingen, wenn Sie sich hundertprozentig auf den neuen Menschen einlassen können. Der andere spürt sofort, wenn Sie noch "unverdaute Gefühle" mit sich herumschleppen und ihn im Grunde nur zur Ablenkung oder als starke Schulter zum Anlehnen und Ausweinen suchen.

DIE GEHEIMNISSE UNSERER PARTNERWAHL

Warum wir uns verlieben und in wen, wird immer ein Geheimnis bleiben. Mitnichten, sagten die Wissenschaftler, und zeigten in ausgeklügelten Experimenten, wonach wir uns richten, wenn wir uns verlieben. Einen Überblick liefert Ihnen EGONet.

Eine Gruppe von Naturwissenschaftlern, die Soziobiologen, untersucht seit über zwanzig Jahren die angeborenen Grundlagen unseres Verhaltens und behauptet: Alles ein Trick der Natur, um reichliche Nachkommenschaft zu sichern. Unsere Gene bringen Individuen zusammen, die gemeinsam nicht nur viele Kinder in die Welt setzen, sondern auch solange zusammenhalten, bis die Kleinen aus dem Gröbsten heraus sind und für sich selbst sorgen können. Nach dieser Theorie suchen Frauen mit Vorliebe den starken, aber auch den reifen, erfahrenen Mann. Denn nicht nur körperliche Kraft, sondern auch überstandene Gefahren beim Überlebenskampf im unwirtlichen Urwald war ein Garant, daß der Vater beim Schutz der Familie auch in Zukunft nicht versagen wird. Die Männer dagegen suchten die jugendliche Frau. Wohlgeformte Hüften lieferten einen Hinweis auf ausreichende Beckengröße für Schwangerschaft und Geburt in einer Zeit, da der Ausweg des Kaiserschnitts nicht existierte.

Alles nur eine Projektion von Männerphantasien in die Urzeit, kritisieren Kulturanthropologen. Viel zu verschieden sind ihrer Meinung nach die kulturellen Muster. Dicke Bäuche, langgezogene Ohren, intakte Jungfernschaft, aber auch sexuelle Vorerfahrung – es gibt nichts, was nicht irgendwo als erotisch gilt und woanders wiederum streng verpönt ist.

Die Wahrheit liegt wie immer irgendwo in der Mitte. Beide – biologische wie kulturelle Erklärung – schließen einander nicht aus. Doch auch zusammen ergeben sie kein vollständiges Bild. Denn beide gehen davon aus, daß der Einzelne ein Idealbild von seiner/seinem Zukünftigen hat, danach die Schönen und Erfolgreichen der Umgebung durchmustert und schließlich dasjenige Exemplar des anderen (oder eigenen) Geschlechts an Land zieht, das diesem Bild am nächsten kommt. Kurz, sie tun so, als fände tatsächlich eine Wahl statt. Als defilierten die Kandidat(inn)en wie bei einer Misswahl an uns vorbei und wir überreichten schließlich den ersten Preis.

In Wirklichkeit treffen Zeitpunkt und Gelegenheit für uns die Wahl. Die meisten Menschen, die durchaus zu uns passen könnten, treffen wir nie. Andere lernen wir zu einem ungünstigen Moment kennen. Als da wären:

  • Der potentielle Partner ist gerade glücklich in jemand anderes verliebt,
  • wir selbst sind gerade in jemand anderes verliebt und haben für niemand anderes einen Blick,
  • wir oder der andere stecken in eine Krise und wollen mit niemandem reden,
  • wir stecken gerade in einer wichtigen Arbeit und haben keine Zeit für Flirt und Rendez-vous,
  • wir treffen den anderen zwar und finden ihn sympathisch, aber da fährt gerade unsere U-Bahn ab, so daß der Moment zum Telefonnummerntauschen verpaßt ist,
  • wir haben die Telefonnummern getauscht, aber den Zettel verloren,
  • wir haben den Zettel noch, aber der andere hat plötzlich den Apparat abgemeldet und wir grübeln, warum,
  • wir haben telefoniert und uns verabredet, aber einander um fünf Minuten verfehlt,
  • wir sind auf dem Weg zum Rendez-vous und lernen in der U-Bahn eine andere sympathische Person kennen...

Und so weiter. Wenn man bedenkt, daß über die Hälfte der Deutschen ihren zukünftigen Partner auf dem Arbeits- oder Ausbildungsplatz kennen lernt und ein weiteres Viertel in Vereinen, durch Vermittlung von Freunden (zum Beispiel durch Small Talk auf Parties), kann man sich leicht ausmalen, wie klein der Kreis der geprüften Kandidat(inn)en in Wirklichkeit ist.

Daß es dennoch so oft funkt, hat damit zu tun, daß wir uns den Partner teilweise erst zu unserem Partner formen. Weniger dadurch, daß wir ihn tatsächlich verändern – das gelingt nur in geringem Maße – sondern eher, daß wir unser Idealbild den Realitäten anpassen. Das genügt meist, um zwar keine perfekte, aber doch eine funktionierende Partnerschaft zu etablieren.

Aber noch in einer anderen Hinsicht ähnelt die Partnersuche eher einem Autokauf als einer Mißwahl. Die meisten von uns wählen mehrmals im Leben. Wenn die erste Partnerschaft zu Bruch ging, folgt die zweite. Manche suchen sich eine Kopie des/der ersten für den zweiten Anlauf, aber im Regelfall, fällt die Wahl jedesmal anders aus. Nicht nur, weil wir uns selbst verändern und andere Vorlieben entwickeln, sondern auch weil die Gelegenheiten unterschiedlich gut sind. Viele von uns begnügen sich durchaus mit einem Partner zweiter Wahl, wenn die ersten Garnitur gerade nicht zur Verfügung steht.

Es gibt viele Studien, wovon Frauen und Männer sich leiten lassen. Männer achten auf die Figur, die Haare, auf das Selbstbewußtsein, den Humor von Frauen. Diese schätzen bei Männern ebenfalls Humor und Selbstsicherheit, aber auch Körpergröße, sozialen Status und Treue. In der Wirklichkeit läuft es aber ganz anders. Nur wenige checken diese Merkmale ab, bevor sie sich für ein Rendez-vous entscheiden. Wenn Sie spüren, daß Ihr Gegenüber ihnen mit netten Worten Interesse entgegen bringt und einfach alles toll findet, was Sie tun – wetten, daß dann auch eine unauffällige Erscheinung, die sie sonst konsequent übersehen hätten, auf einmal Ihre Sympathie findet?


 

Eindeutige Signale: Frauen verführen unbewusst

Flirtende Frauen senden offenbar schon in den ersten Minuten eines Treffens Werbesignale - selbst wenn sie ihr Gegenüber unattraktiv finden.

London - Nach einer österreichischen Studie verführen Frauen fremde Männer, ohne es zu wissen. Nur wenn der Mann zu viel rede, reagiere die Frau sofort ablehnend, berichtete die Fachzeitschrift "New Scientist" in ihrer aktuellen Ausgabe.

Ein Team um den Völkerkundler Karl Grammer vom Wiener Ludwig-Boltzmann-Institut für Stadtethologie hatte das Flirtverhalten von 45 jungen Paaren untersucht, die sich zuvor nicht gekannt hatten.
Die Wissenschaftler analysierten dabei drei Aspekte der Begegnung.

Die Freiwilligen sollten zunächst die Attraktivität des Gesprächspartners einschätzen und sagen, ob sie mit ihm ausgehen würden. Auf Videoaufnahmen der Treffen suchten die Forscher zudem nach eindeutigen Werbesignalen. Dazu gehören etwa das Zurechtstreichen der Kleidung oder das Durchfahren der Haare mit den Fingern. Schließlich registrierten die Wissenschaftler, wie oft die Paare miteinander sprachen.

"Frauen plaudern freudig drauf los, senden eindeutige sexuelle Signale und fordern die männliche Aufmerksamkeit, sogar wenn sie absolut kein Interesse an ihm haben", fand die Forschergruppe heraus.
Ein solches Verhalten gebe der Frau Zeit, den Mann einzuschätzen.
Ihre wahren Gefühle offenbare sie erst später.

Möglicherweise kontrollieren Frauen zudem unbewusst die Gesprächssituation. So forderten weibliche Testpersonen mit Nicken den Mann zum Weitersprechen auf. "Man kann das männliche Verhalten durch das weibliche Verhalten vorhersagen, aber andersherum geht es nicht", fasste Grammer das Ergebnis der Untersuchung zusammen.

(C) SPIEGEL ONLINE - 15. Februar 2001, 08:36

Diesen Artikel erreichen Sie im Internet unter der URL http://www.spiegel.de/wissenschaft/0,1518,117623,00.html

Wann Frauen sexy riechen

09.04.2001 - Männer können die fruchtbare Phase im Monatszyklus einer Frau erriechen – zumindest unbewusst. Dies ergab eine Studie von Wissenschaftlern der University of Texas in Austin. Die Forscher baten 17 Frauen, in den drei fruchtbarsten Tagen jeweils nachts ein und dasselbe T-Shirt zu tragen. An den am wenigsten fruchtbaren Tagen sollten die Frauen mit einem anderen T-Shirt zu Bett gehen, aber auch dieses drei Nächte lang nicht wechseln. Außerdem durften die Frauen kein Parfüm, keine parfümierten Seifen oder Lotions benutzen, sie durften keine würzigen Speisen zu sich nehmen, keinen Sex haben und nicht die Pille nehmen. 

Die T-Shirts wurden eingesammelt, nummeriert und 52 Männern präsentiert, die natürlich nicht wussten, welches T-Shirt zu welcher Fruchtbarkeitsperiode gehörte. Die Männer sollten daran riechen und die T-Shirts danach einteilen, welche gut und welche weniger gut rochen. 

Das Ergebnis war frappierend: Alle Männer empfanden die T-Shirts aus den fruchtbaren Tagen der Frauen am angenehmsten im Geruch. Dies passt auch mit den Ergebnissen anderer Studien zusammen, denen zufolge sich die Fruchtbarkeit einer Frau an einer leichten Erhellung der Haut und einer symmetrischeren Rundung der Brüste bemerkbar macht. 
(bild der wissenschaft / er)

Der Duft der Liebe

Die Nase entscheidet

BREMEN – Der Geruch entscheidet letztendlich darüber, ob sich Menschen mögen oder nicht: Schweissfüsse und Mundgeruch sind störend, ein herber Duftstrom aus der Achselhöhle kann hingegen entzücken.


Die Bremer Kulturwissenschaftlerin Ingelore Ebberfeld hat in einer Studie mit 100 Frauen und Männern zwischen 15 und 83 Jahren die Auswirkungen des Körpergeruchs untersucht. Fazit: Gerüche spielen in der Sexualität eine entscheidende Rolle. «Ich kann dich nicht riechen», kann also wortwörtlich genommen werden.

Die Partnerwahl wird auch mit der Nase getroffen. Ein 24-Jähriger beschreibt während des Testes, dass er sich noch immer an den Geruch der ersten Freundin erinnert. Wenn er ihr Parfüm riecht, fühlt er sich in frühere Zeiten zurückversetzt. Eine 32-Jährige Testperson kuschelt sich in das T-Shirt ihres weit entfernt wohnenden Freundes, wenn sie sich einsam fühlt.

Klar ist laut Ebberfeld, je näher sich die Menschen kommen, umso mehr muss der Geruch stimmen. Dabei sei «weniger künstlicher Duft mehr». Bereits Napoleon soll seiner Geliebten Josephine geschrieben haben: «Wasch dich nicht, ich komme!»

[BLICK online 8.5.2001]

Die Nase für den Richtigen

Der Geruch spielt eine entscheidende Rolle bei der Suche nach dem Mann fürs Leben

Mit einer kräftigen Prise Spray aktivierten 49 junge Frauen ihre Nasenschleimhäute, und dann schritten sie, angestiftet von einem Forscherteam der Universität und des Inselspitals in Bern, zur Tat: Jede roch an sechs Hemden, die zwei Nächte lang von jungen Männern getragen worden waren.

Den Männern hatte man vorher jeden Gebrauch von Deo, Rasierwasser und Parfüm verboten. Die Fragen, die den Probandinnen gestellt wurden, waren: Welche Körperduftnote ist intensiv? Welche angenehm, gar betörend?

Die Antworten, so zeigte sich, hingen entscheidend davon ab, nach welchem Muster jeweils die sogenannten MHC-Gene im Erbgut der Probandinnen und der Hemdenbesitzer gebaut waren. Diese Gene spielen für die Abwehr im Immunsystem eine wesentliche Rolle. Sie sind extrem "polymorph", das heißt, jedes Individuum besitzt davon viele Versionen. Je verwandter zwei Menschen miteinander sind, desto besser stimmen die MHC-Muster überein.

Daß MHC-Muster auch die Vorliebe für Körperdüfte steuern und daß diese eine Rolle bei der Partnerwahl spielen, ist bei Mäusen längst nachgewiesen. So schnuppern Mäuseweibchen lange an Männchen herum, bevor sie ihren Partner wählen - fast immer solche, deren MHC-Muster stark vom eigenen abweicht, wie Genanalysen zeigten. Die Wissenschaftler vermuten, daß diese MHC-Profile mit Erregern besser fertig werden - daß es sich folglich um besonders starke Männchen, also gute Partien, handelt. Oder daß die Mäuseweibchen Inzucht vermeiden, indem sie die Ähnlichkeit der MHC-Gene als Gradmesser der Verwandtschaft "erriechen" können.

Die Berner Forscher entdeckten nun, daß Frauen, die keine "Anti-Baby-Pille" eingenommen hatten, männlichen Duft immer dann als angenehm bewerteten, wenn ihr MHC-Muster wesentlich von dem der Männer abwich. Umgekehrt bei Frauen, die täglich ihre Pille schlucken: Ihnen erschienen Gerüche von Männern mit ähnlichen MHC-Versionen als attraktiv. Grundsätzlich fühlten sich die Frauen doppelt so oft an ihren derzeitigen oder an frühere Partner erinnert, wenn sich ihre MHC-Gene wesentlich von denen jener unterschieden.

Die Studie von Claus Wedekind, Thomas Seebeck, Florence Bettens und Alexander Paepke deutet also darauf hin, daß Partnerwahl und MHC-Muster zusammenhängen. Und daß überdies die Hormone in der Pille die Geruchsvorlieben nahezu umkehren. Auch nach der Partnerwahl scheinen die MHC-Profile bestimmte Fortpflanzungsprozesse zu beeinflussen: Fertilisationsexperten haben registriert, daß künstliche Befruchtungen häufiger scheitern, wenn die MHC-Muster der Partner einander stark ähneln. Die Berner Forschungsergebnisse lassen den Schluß zu, daß die Entscheidung einer Frau für einen biologisch zu ihr passenden Mann von dessen Duft beeinflußt wird. Dieser über die MHC-Muster gesteuerte Effekt, den die Evolution offenbar zur Optimierung des Immunsystems entwickelt hat, könnte allerdings durch den Gebrauch von Deodorantien Parfüms oder Rasierwässern sabotiert werden.

 

Frauen in freier Wildbahn

Schamhaft sei das Weib, weil die Natur es so will, dachte Charles Darwin. Bis heute denken viele Evolutionsbiologen ebenso. Doch inzwischen häufen sich die Beweise: In Sachen Gier und Lust am Sex stehen die Frauen den Männern nicht nach...

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